85%iger Vegetarier !?

Allein die Überschrift dieses Blogposts hat sich schon als Herausforderung entpuppt,wenn man eigentlich gerade genau davon total genervt ist,dass man fest stellt alles braucht irgendwie einen "Überbegriff" oder eine Schublade in die man es stecken kann.

Typisch deutsch oder ?

Wir alle haben uns diese Fragen sicher schon einmal gestellt :" Könnte ich ein Vegetarier sein?Möchte ich das überhaupt?".

In meinem Fall waren die Antworten auf meine eigene Frage meistens:" Ach ... dann dürfte ich ja dies und jenes nicht mehr.Mein Rinderfilet zum Fondue Chinoise was ich mein Leben lang zu Weinachten esse würde mir so sehr fehlen.Ich wäre ja dann total eingeschränkt wenn ich auswärts essen gehe."

... und so weiter und so fort.

Damit war das Thema dann meistens wieder vom Tisch.Zumindest früher.

Spätestens ab dem Zeitpunkt an dem meine beste Freundin Vegetarierin wurde,verstärkten sich diese Gedanken.

Aber immer begleitet von diesem ständigen "Ich könnte das nicht.Dann darf ich ja gar nichts mehr!"

Aber wer schreibt mir eigentlich vor,was ich darf und was ich nicht darf ?

Wer entscheidet denn wo Vegetarier sein anfängt und aufhört ?

Was ist denn wenn ich 1 Jahr kein Fleisch esse und mir dann ein Schnitzel gönne?

Werde ich dann "rückfällig"?

Habe ich dann versagt?

Darf ich mich dann nicht mehr Vegetarier schimpfen und bin raus aus dem Club?

Ich bin doch kein ehemaliger Alkoholiker der beim ersten Tropfen Alkohol droht wieder abhängig zu werden oder ehemaliger Raucher,der wieder in seine Sucht verfällt!

Ist es denn nicht schon ein absoluter Fortschritt sich seinen Fleischkosum erstmal bewusst zu machen und Fleisch bewusst zu konsumieren?

Ich habe in den letzten Jahren eigentlich die absolute Doppelmoral gelebt.

Auf der einen Seite der tierliebste Mensch,den man sich vorstellen kann,aber auf der anderen Seite komplett die Augen vor der Tatsache verschlossen,dass Tiere für das Fleisch auf meinem Teller sterben mussten.

Bei jedem überfahrenen Eichhörnchen auf der Straße fast in Tränen ausbrechen,aber Abends das Schnitzel auf dem Teller.

Ich bin ja so gut im ausblenden und schön reden ...

Vor ein paar Jahren gab es bei uns wirklich jeden Tag Fleisch.

Beim Wocheneinkauf landete vom Hackfleisch über Gulasch,bis hin zum ganzen Hähnchen und Bratwürstchen alles im Einkaufswagen.

Jedes Gericht wurde auf dem jeweiligen Fleisch aufgebaut.

Komplett ohne Fleisch zu kochen? Kaum denkbar.

Das wurde im Laufe der Zeit immer weniger,denn mit der gesünderen Ernährung fing natürlich auch das experimentieren mit den verschiedenen Gemüsesorten an,um Kalorien einzusparen.

Und dann sind solche Dinge wie z.B. Hackfleisch auch einfach nicht mehr drin.

Immerhin war ich dann schonmal an dem Punkt wo nur noch Geflügel auf meinem Teller landete und auch wesentlich weniger Wurstwaren gekauft wurden.

Vom täglichem Verzehr habe ich dann auf ca. 2 - 3 mal die Woche reduziert,was für mich schon ein riesen Fortschritt war.

Immer mehr habe ich mich mit dem Thema Discounter - Fleisch und den Haltungsbedigungen der Tiere auseinander gesetzt und so langsam klappte das ausblenden auch nicht mehr so richtig.

Immer öfter kam mir der Gedanke :"Bei dem wenigen Fleisch was ich noch esse könnte ich eigentlich auch ganz verzichten".

Vor 3 Wochen habe ich dann einen Magen-Darm Virus gehabt der bei mir damit einher ging dass ich einen totalen Ekel auf Fleisch entwickelt habe.

Da hab ich mir gedacht "jetzt oder nie"!

Ich bin also jetzt seit 3 Wochen komplett ohne Fleisch und mir geht es super damit.

Das mag kein langer Zeitraum sein,aber für mich wäre selbst das vor ein paar Monaten noch nicht denkbar gewesen.

Bzw. hätte ich es mir selbst nicht zugetraut.

Die Sache mit dem Fleisch - Ekel machte aber nur 50% dieser Entscheidung aus.

Die anderen 50% verdanke ich der Tatsache,dass ich mir selber klar machen musste,dass ich NIEMANDEM etwas beweisen muss und mir auch NIEMAND vorschreiben kann,wann ich was zu essen habe,nur um in irgendeine Schublade zu passen.

Ich esse weiterhin Fisch z.B. ( Ja ich weiß eigentlich bin ich jetzt raus aus dem Vegetarier - Club .... jetzt bin ich im Prescetarier - Club *odersoähnlich ... ) und wenn ich an Weihnachten Lust dazu haben sollte werde ich auch Rinderfilet essen. (In welchem Club bin ich jetzt ? Im Arschloch - Club ? ;-) )

Aber nicht vom Discounter sondern aus hochwertiger Herstellung.

Denn genau darum geht es mir und um nichts anderes und das hat mein Gewissen in den ersten 3 Wochen schon massiv erleichtert.

Wie es weiter geht,werden wir erleben ... ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Ich werde zumindest keiner dieser Menschen sein die auf Instagram verkünden unter die Vegetarier gegangen zu sein um gut anzukommen und sich dann heimlich die Burger rein pfeifen,davon gibt es schon genug ... ;-)

Selbst wenn man nur drei mal im Jahr Fleisch isst ... wie sage ich immer so schön ?

"Jedes Schnitzel was ich nicht gegessen habe,ist ein gutes Schnitzel!" :D

Im Moment möchte ich aber gar kein Fleisch und alles andere wird man sehen.

 

Eure 85%ige Vegetarierin <3

 

P.s: Das Bild zu diesem Blogpost habe ich übrigens extra ausgewählt,weil aktuell Grillsaison herrscht und meine Freundin damals nach einem gemeinsamen Grillabend bei mir Vegetarierin wurde.

Ich habe mich fast schuldig gefühlt deswegen!Schuldig!Wie blöd kann man sein?

Und mich gefragt ob man als Vegetarier überhaupt noch Spaß haben kann am grillen!?

Wenn die geilen Beilagen dann plötzlich dein Hauptgericht sind,weißt du es besser. ;-)

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Kommentare: 2
  • #1

    Nica (Freitag, 14 Juli 2017 10:02)

    Respekt!!!

  • #2

    Kathrin (Freitag, 02 März 2018 14:14)

    Ich bin auch Vegetarier, esse allerdings so wie du auch noch Fisch. Früher habe ich auch immer gedacht, ich schaffe es nie auf Fleisch zu verzichten, aber dann hab ich's einfach ausprobiert und es war/ist gar nicht schwer. Für mich ist es aber ab und an okay Fleisch zu essen, z.B. habe ich Weihnachten auch Fleisch gegessen. Ich finde es aber auch, so wie du geschrieben hast, schlimm, dass alles kategorisiert werden muss nach Vegetarier, Pescetarier etc. Es kann doch jeder selbst entscheiden, ob er Fleisch isst und wieviel oder ob er auf Fisch und Fleisch verzichtet oder eben nur auf Fleisch. Ebenso, dass es direkt eine Todsünde ist, wenn man dann man einmal Fleisch isst...


Abnehmen von ganz alleine ? Lasst euch nicht verarschen!

Wir kennen diese Werbeslogans alle : " Keine Kalorien zählen - essen was du möchtest - kein Sport nötig - nach Lust und Laune leben - und trotzdem abnehmen!"

Vor allem Shakes und diverse Pillen sollen uns dieses Glück bescheren ohne großartig etwas dafür tun zu müssen.Außer bezahlen natürlich ... und das bitte nicht zu knapp.

Allerdings lese ich diese Versprechungen ansatzweise auch immer wieder bei Instagram.

"Intuitives Essen" ist wohl der Überbegriff für diese Geschichte,jedoch dient das auch mal gerne als Sprungbrett um seine Follower zu verarschen.

Glaubt mir,wenn es jemanden gibt,der sich wünscht nicht darüber nachdenken zu müssen "darf ich das jetzt essen oder nicht",jeden Tag Schokolade zu essen und auch sonst auf nichts verzichten zu müssen,sondern dass es reicht sich viel zu bewegen und den Stressknopf auszuschalten,um abzunehmen und eine Traumfigur zu erhalten,dann bin ich das!

 

Aber bitte Leute ... lasst euch nicht verarschen!

 

Wer euch verspricht eure Ziele ohne große Bemühungen zu erreichen lügt,dabei gibt es immer einen Haken.

Und ich rede hier nicht von sowieso schon schlanken Mädels die essen können,was sie wollen und trotzdem nicht zunehmen.

(Wir haben alle diesen einen Freund der essen kann was er will,ohne dick zu werden ... ;-))

 

Sondern ich rede hier von Menschen mit echten Gewichtsproblemen,die abnehmen möchten,bzw teilweise sogar müssen weil ein gesundheitsgefährdendes Stadium erreicht ist.

Wer diesen Menschen Schokolade kauend erzählt,sie müssten sich nur mal locker machen und dann wird das schon,gibt ihnen für den Moment ein gutes Gefühl und erzählt ihnen was sie wahrscheinlich gerne hören würden,aber hilft ihnen null.

Im Gegenteil ...

Ihr könnt mir glauben,wenn jemand jeden Tag sündigt und trotzdem abnimmt,hat er an anderer Stelle seine Ernährung massiv angepasst wo ihr es vielleicht nicht seht und sein Sportprogramm um einiges nach oben gefahren,wenn nicht sogar beides.

Ihr wisst ich werde nicht müde euch zu predigen,dass jeder von euch es schaffen kann.

Aber ich werde euch nicht anlügen und euch erzählen dass ihr dafür nichts tun müsst!

Körperliche Ziele zu erreichen bedeutet auch immer Disziplin,den eigenen Schweinehund überwinden und auf eine gewisse Art und Weise auch Verzicht.

Aber der richtige Weg bedeutet weder auf alles zu verzichten und sich von Shakes und Pillen zu ernähren,noch dass Schokolade und Fastfood auf den täglichen Speiseplan gehören.

Ein guter Mittelweg muss gefunden werden.

 

#balanceiskey ist eigentlich eine schöne Geschichte,wenn sie nicht mittlerweile genauso verhunzt wäre wie #fürmehrrealitätaufinstagram!

(Darauf noch ein #sorrynotsorry ... ;-))

 

Ihr kennt mich,ich gönne mir super gerne etwas.

Eigentlich gönne ich mir zu oft.

Ich rede mir dann ein ich dürfte ja auch nicht vergessen zu leben.

Dafür trage ich dann aber auch die Quittung dass meine Abnehmgeschichte sich extrem in die Länge zieht!

So bin ich nunmal.

Aber die 43 kg sind nicht in meinen Luschi-Phasen verschwunden,sondern in den wirklich disziplinierten.

Die kann ich nämlich auch! ;-)

Somit bin ich eigentlich das beste Beispiel wie die meisten normalen Menschen funktionieren.

 

Manch andere sind wohl Wonderwoman ...

 

Abschließend möchte ich noch sagen dass natürlich jeder Mensch und jeder Stoffwechsel anders funktionieren und Ausnahmen natürlich die Regel bestätigen.

Ich weiß aber auch dass vielen von euch das erzählt wird,weil es gut ankommt und nicht weil es den Tatsachen entspricht!

Und vor allem weiß ich dass ich für meine abgenommenen 43 Kilos kämpfen musste,noch immer an denen zu kämpfen habe,die noch weg müssen und dass es vielen von euch genauso geht wie mir!

 

Deswegen erzähle ich euch lieber "Ihr seid nicht allein damit,lasst uns gemeinsam kämpfen und stark sein" als "ach komm,das geht doch von ganz allein!" ...

 

Eure Jana <3

Kommentare: 4
  • #4

    Happy (Freitag, 21 Juli 2017 12:49)

    Ups: hier meine Seite

    happymehappyu.jimdo.com

    PS: Mach weiter so :) !

  • #3

    Happy (Freitag, 21 Juli 2017 12:45)

    Echt schöne Seite :)

    Meine eigene Seite ist noch ganz frisch und etwas "Angst" hatte ich ja schon, sie zu veröffentlichen aber ich möchte - so wie du wohl auch :) - anderen helfen :)

    Ich habe leider aktuell noch ein Problem, welches viele gar nicht kennen und darum möchte ich auf meiner Seite darüber aufmerksam machen.

    Verzeih mir, dass ich hier öffentlich NOCH NICHT meinen Namen nennen will, denn ich bin noch nicht so weit �

    Warum? Naja den Grund dafür sieht man wortwörtlich auf meiner Seite ��� aber nur SO kann ich richtig über meinen (Noch-)Leidensweg berichten und Menschen auf meine Seite aufmerksam machen denen es so oder so ähnlich selbst ergeht.

  • #2

    Denise (Donnerstag, 04 Mai 2017 11:37)

    Wie recht du hast! Ohne Disziplin geht leider gar nichts, auch wenn es so schön wäre

  • #1

    Vanessa (Mittwoch, 03 Mai 2017 22:28)

    Ganz ganz tolle und vor allem wahre Worte. Die Insta-Welt ist halt nun mal nicht das, was sie immer scheint. Zum Glück gibt es so Menschen wie dich. :*


Unser Kurztrip nach Amsterdam

Unser erster Trip nach Amsterdam ist ziemlich genau 13 Jahre her.

Damals war das einer der ersten gemeinsamen Urlaube in unserer Beziehung und wir haben uns beide in diese Stadt verliebt.

Wir sind absolute Holland - und auch Belgien - Fans und was für mich Oostende in Belgien ist,ist Amsterdam für mich in den Niederlanden.

Diese Städte sind grundverschieden aber haben beide die gleiche anziehende Wirkung auf mich.

Da wir einige Touristen Attraktionen wie "Madame Tussauds" oder das "Anne Frank Haus" bereits kennen,haben wir uns diesmal vorgenommen uns einfach "treiben" zu lassen und Amsterdam auf uns wirken zu lassen,statt Seightseeing-mäßig durch die Gegend zu hetzen.

Wobei ich jedem der Amsterdam noch nicht kennt empfehlen würde diese Dinge mitzunehmen,denn diese Stadt hat einiges zu bieten!

Von den bereits genannten Sehenswürdigkeiten über den berühmten Bloemenmarkt,die Grachtenfahrten,das "Amsterdam Dungeon" und natürlich auch das Red Light District.

Es gibt eine Bar die komplett aus Eis besteht oder wie wär´s mit einem Restaurant wo nur Avocado in allen vorstellbaren Versionen serviert wird?

Amsterdam ist für einen einzigen Tag eigentlich viel zu viel!

Wir wollten es aber wie gesagt locker angehen lassen und hatten uns vorgenommen die City diesmal mit dem Fahrrad zu erkunden.

 

 

Man muss dazu sagen dass Fahrradfahrer Amsterdam quasi regieren.

Es gibt hier mehr Fahrräder als Einwohner und ein komplett eigenes Verkehrssystem für Fahrradfahrer.

Anders als in Deutschland sind die Fahrradwege breiter als die für Fußgänger,teilweise sogar zweispurig und mit eigenen Ampeln und der Fahrradfahrer hat grundsätzlich Vorfahrt.

Die Holländer sind mit rasender Geschwindigkeit unterwegs,selbst in den kleinsten Gassen und man muss wirklich aufpassen dass man nicht umgefahren wird.

Mit dem Auto in die Stadt hinein zu fahren,würde ich persönlich nicht empfehlen,weil es kaum Parkplätze gibt und man nicht selten 30€ pro Tag Parkgebühr zahlt.

Nach einem Parkplatz für sein Fahrrad sucht man zwar genau so lange aber dafür ist dieser dann umsonst. ;)

Als Tourist fällt man natürlich auf Grund der Schneckengeschwindigkeit sofort auf und bekommt von jedem Kind dass einen überholt vielsagende Blicke zugeworfen.

Wir haben hart gefeiert als wir uns getraut haben,eine ca. 80 jährige Frau zu überholen ...

Aber spätestens die Hotelschilder an unseren Rädern hätten uns sowieso als Touris entlarvt.

Wir haben unsere Fahrräder nämlich direkt in unserem Hotel ausgeliehen,was ziemlich praktisch war.

Das hat 12,50€ pro Tag gekostet und man musste 50€ Kaution pro Rad hinterlegen.

Wir haben im A&O Hotel & Hostel gewohnt,welches etwas außerhalb,um genau zu sein in "Zuidoost" liegt,gute 11 km von der Innenstadt entfernt.

Hier gibt es einen extra Hotel- und Hostelbereich,in dem man vom Doppelzimmer bis zum 10 Bett Zimmer alles findet.

Man kann hier wirklich günstig übernachten,in sauberen Zimmern mit Sky Fernsehen und kostenlosem WLAN.

Das A&O ist ein "junges" Hotel mit viel Witz,Musik und bunten Farben.

Besonders für einen Kurztrip und den kleinen Geldbeutel kann ich es absolut empfehlen.

Das Personal an der Rezeption war super freundlich und witzig.

Ein junger Mann versorgte uns nach kurzer Beratung mit einer Karte (Ja sowas gibt es noch) und den Fahrplänen für die Metro.

Er sagte man könne mit der Metro bis zur "Amstel Station" fahren und von dort aus in ca. 15 Minuten eine wunderschöne Strecke entlang bis in die Innenstadt fahren.

Man könne aber auch den kompletten Weg in ca. 50 Minuten zurück legen.

Motiviert und doof wie wir waren entschieden wir uns,den kompletten Weg zu fahren ... ;)

Wir nutzten noch schnell das WLAN im Hotel um das Navi zu aktivieren und los ging es also.

Ab auf´s Rad,bei schönstem Sonnenschein und dauerhaftem Gegenwind.

Nachdem wir ca. 1/3 der Strecke und einige Schweißtropfen meines Mannes hinter uns gelassen hatten,machten wir an einer netten Stelle ein erstes Päuschen.

Dort kam ich,warum auch immer, auf die Idee man könne ja auch eigentlich den Straßenschildern folgen und ein anderer Weg als der,den das Navi vorschlug wäre ja viel schöner zu fahren.

Mein Mann ließ sich widerwillig - er kennt mich ja - darauf ein und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Nach gut 30 Kilometern und bestimmt 45 Menschen,die wir nach dem Weg fragten,kannten wir JEDE Straße in Amsterdam und waren immernoch nicht dort wo wir hin wollten.

Allerdings fanden wir dann besagte "Amstel Station",wo wir ja eigentlich aussteigen sollten.

Hier stiegen wir aber dann ein,um den Rest der Strecke mit der Metro zurückzulegen,da wir langsam das Gefühl hatten mit dem Fahrrad eins geworden zu sein,wenn ihr versteht was ich meine. ;)

Die Geschichte,bis wir gecheckt hatten was für ein Ticket wir brauchten,wie wir unsere Fahrräder in die Metro beförderten,dass die Entscheidung,die scheiß schweren Teile die langen Treppen zum Gleis hoch zu schleppen nicht die beste war und wir am Ende die einzigen Trottel mit Fahrrad in der Metro waren,in der es in der Rush Hour strikt verboten ist Räder mitzunehmen,in Mitten der wir uns natürlich befanden und wie wir Blut und Wasser geschwitzt haben,aus Angst gleich verhaftet zu werden,erzähle ich euch vielleicht ein anderes mal.

Wir fuhren also bis zur Central Station und waren nun endlich am Ziel.

Zumindest vorerst.

Nach besagter Fahrradparkplatz-Suche,waren wir froh die Räder erstmal losgeworden zu sein.

Bis auf die Sättel,mit denen wir uns nach wie vor vereint fühlten.

Zu Fuß erkundeten wir nun also die wunderschöne Altstadt von Amsterdam.

Die unzähligen winzigen Gassen,die schmalen,furchtbar schiefen Häuser in ihrer unverwechselbaren Bauweise,die etlichen Grachten,einfach bezaubernd!

Mittlerweile halb verhungert und verdurstet machten wir uns nun auf die Suche nach etwas zu essen.

Das gibt es in Amsterdam soweit das Auge reicht,aber wir wären ja nicht wir wenn wir uns bei dieser Reizüberflutung gleich für das Erstbeste entschieden hätten.

Also legten wir ungefähr die gleichen Kilometer nochmal zu Fuß zurück und kannten nun also auch JEDE Gasse Amsterdams ... manche sogar mehrfach.

Ich denke ich bin stadtbekannt als die Frau,die mit ihrer Karte ständig auf Menschen zu läuft und fragt : " Excuse me ... WHERE ARE WE???".

Nachdem wir uns mit 2 Dosen Fanta für 6€ (btw in den Geschmacksrichtungen "Exotic" und "Pineapple",warum haben wir so geilen Shit in Deutschland nicht??) vor dem austrocknen gerettet hatten,entschieden wir uns für einen Laden namens "Zaken Burger".

Hier konnte man sich seinen Burger vom Brötchen,über´s Fleisch bis hin zum Käse und Belag selbst zusammenstellen.

Dazu Fritten und Mayo,die einfach nirgends so gut schmecken wie in Holland oder? <3

Definitiv war das eine richtige Entscheidung!

 

Satt und glücklich haben wir den Rest des Abends im "Red light District" ausklingen lassen.

Das ist das bekannte Rotlichtviertel von Amsterdam mit erlaubter und organisierter Prostituition.

Hier stehen etliche Frauen in den Schaufenstern und versuchen die Männer in ihre Kabinen zu locken,direkt neben unzähligen Restaurants,Cafes und Bars.

Das ganze ist faszinierend und verwirrend zugleich muss ich sagen.

Man geht zum Teil wirklich im Entenmarsch durch diese Gassen,weil so unfassbar viele Touristen dort sind,immer wieder an diesen Frauen vorbei,die wie Zootiere hinter den Scheiben stehen und von aller Welt begafft werden.

Für den Holländer ist das ein riesen Stück Kultur,was man auf jeden Fall mal gesehen haben sollte.

Was man davon hält bleibt am Ende jedem selbst überlassen.

Ebenso ist es mit den vielen Head Shop´s und dem ununterbrochenen Geruch nach Marihuana.

Wir haben so viele Menschen kiffen gesehen dass uns plötzlich klar wurde,warum hier alle Welt Fahrrad statt Auto fährt. ;)

In diesem Viertel gibt es auch ein Museum für Prostitution,das "Red light Secrets" und ein Erotikmuseum.

Optisch ist das Viertel besonders bei Nacht extrem beeindurckend,komplett in rot und violett getaucht.

Allgemein ist Amsterdam auch bei Nacht wunderschön!

Wir sind dann noch ein bisschen versackt in einer Bar in der es uns besonders gut gefallen hat.

Musikalisch trifft das Nachtleben dort genau meinen Geschmack muss ich sagen und auch das Publikum ist einfach genial.

Alle sind offen und freundlich und machen ihr Ding,einfach total entspannt.Oder breit ... man weiß es nicht.

Hier haben wir uns Cocktails für 9€ schmecken lassen.

Amsterdam ist wahrlich nicht günstig muss ich sagen.

Die heiße Waffel mit Kinder Bueno Eis und flüssigem Nutella für 7€,die wir uns Nachts noch gegönnt haben,war allerdings jeden Cent wert.

Dessert können die Holländer definitiv!

An jeder Ecke gibt es Läden mit den heftigsten Torten,Macarons in tausenden Variationen,Pancakes,Crepes,Eis,Waffeln und und und ....und diese etlichen Ben & Jerry´s Sorten  ... ich schweife ab.

Ein letztes Mal sind wir dann durch die Gassen zur "Central Station" spaziert und haben sogar recht schnell unsere Räder wiedergefunden,die wir diesmal per Lift auf´s Gleis transportiert haben und hatten dann tatsächlich noch ziemlich Glück mit den Fahrzeiten der Metro,auf die wir nur ein paar Minuten warten mussten.

Den Fahrplan hatte ich zwar in meiner Handtasche aber natürlich null dran gedacht.

Nach gut 20 Minuten Fahrt stiegen wir an der Haltestelle aus,die wohl dem Hotel am nächsten sein sollte.

Auf eine weitere Fahrradtour gefasst,aktivierten wir vorsichtshalber das Navi,um auch ohne Umwege am Hotel anzukommen,welches uns dann sagte,dass wir unser Ziel in 300 Metern erreichen würden.

Bei einem verdutzten Blick nach oben entdeckten wir dann auch den Beleuchteten Schriftzug unseres Hotels im Nachthimmel.

Nachdem wir uns 20 Minuten totgelacht haben,darüber,was uns alles erspart geblieben wäre hätten wir einfach die verdammte Metro direkt hinter dem Hotel genommen,sind wir dann zurück ins Hotel.

In der Lobby war noch ordentlich was los,deswegen haben wir uns dort noch einen letzten Cocktail und Pringles gegönnt und sind danach müde und kaputt,gefühlt gemeinsam mit unseren Fahrradsätteln in´s Bett gefallen.

Nach einer Tiefschlaf - Nacht haben wir morgens noch das Frühstücksbuffet im Hotel geplündert,unkompliziert und schnell ausgecheckt und haben uns dann auf den Weg nach "Zandvoort" gemacht.

Ich liebe das Meer einfach und wenn ich schonmal in der Nähe bin, ist es quasi Pflicht eine Runde Seeluft zu schnuppern.

Abgesehen davon ist Zandvoort ein absolut schnuckeliges Küstenörtchen ,in dem ich als Kind das letzte mal Urlaub gemacht habe.

 

Der perfekte Abschluss für einen super schönen Wochenendtrip!

Nach einer Stunde Autofahrt sind wir nochmal kurz abgefahren um ein bisschen einzukaufen,in erster Linie Wegproviant und Käse ;-)

Dieser Trip war so richtig typisch WIR,unkoordiniert,verpeilt und mit der ein oder anderen Panne,aber mega lustig!

Wir lieben es einfach über uns selbst zu lachen und uns gegenseitig die Schuld an allem zu geben. :)

Die Zeit zu zweit ist aber natürlich viel zu schnell vorbei gegangen,deswegen muss das ganze bald wiederholt werden und ich bin jetzt schon gespannt,was wir dann wieder fabrizieren! ;-)

"... cause we where just Kids when we fell in love,

not knowing what it was ...

your heart is all I own,

and in your eye you´re holding mine"

Eure Jana <3

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Kommentare: 1
  • #1

    lini_ai (Montag, 10 April 2017 22:46)

    Amsterdam ist wirklich super. Ich war leider erst ein mal da. Wir wollen bald wieder hin. Da kommen deine Tipps gerade recht :)

    Instagram: lini_ai (Hatte mich nämlich eben verschrieben bei dem anderen Eintrag.)

    Danke für deine tollen Einträge hier!


"Must haves" während Weight Watchers

Als erstes möchte ich sagen,dass folgendes natürlich nicht nur für Weight Watchers - Absolventen gilt,sondern für jeden der sich gesund und kalorienarm ernähren möchte.

Der Fokus liegt aber natürlich hier auf punktearmen Lebensmitteln,denn wir Leidensgenossen wissen ja,wie sehr man machmal mit seinen Punkten hin und her jonglieren muss nicht wahr ? ;-)

 

Ich möchte euch gleich zu Anfang bitten,eure Ergänzungen unbedingt in die Kommentare unten zu schreiben,denn auch ich freue mich immer über Tipps wie man "günstig" schlemmen kann.

 

Ich werde so oft gefragt was ich den ganzen Tag über so esse und wie ich mir meine Punkte einteile,deswegen kommt hier erstmal eine kurze Erläuterung :

Wie ihr vielleicht schon wisst stehen mir täglich 31 Punkte zur Verfügung.

Daher versuche ich grob 10 Punkte je auf Morgens,Mittags und Abends zu verteilen.

Das was "übrig" bleibt stecke ich dann in Snacks.

Zum Frühstück esse ich entweder meine Stullen,Müsli/Quark oder Pancakes ... viel experimentierfreudiger bin ich hier eigentlich nicht.

Zum Mittag müssen auf jeden Fall Kohlenhydrate her,am liebsten Kartoffeln!

Davon esse ich hingegen Abends eher weniger bis gar keine.

Hier esse ich oft Fleisch,oder Rührei,Salat,Quark usw.

Ich versuche Mittags und Abends möglichst Abwechslungsreich und kreativ zu sein,denn ich habe festgestellt es gibt nichts tödlicheres für die Disziplin als Eintönigkeit!

Die Zutaten die ich dafür benötige sind aber eigentlich fast immer die selben,also sehen meine Einkäufe bis auf wenige Asunahmen immer gleich aus.

Deswegen mache ich euch jetzt einfach mal eine Einkaufsliste,zum Teil auch mit Punkteangaben und dem jeweiligen Geschäft in dem das Produkt erhältlich ist,an der ihr euch orientieren könnt :

  • Vollkornbrot ohne Kruste in der Silberfolie (Aldi /  2 Scheiben 5 SP)
  • Glutenfreies Brot (Aldi / 3 Scheiben 5 SP)
  • Exquisa Fitline 0,2% Fett (Rewe) (2 EL 1 SP)
  • Geflügelbrustaufschnitt Hauchfein (Aldi)
  • Gekochter Schinken
  • Lachsschinken
  • Viva Vital Geflügelwiener mit Joghurt (Netto / 1 SP pro Wiener)
  • Leichter Genuss Käseaufschnitt (Aldi / 1/2 Scheibe 1 SP und der schmeckt wenigstens nach Käse)
  • Miracel Whipp Balance (Lidl)
  • Light Ketchup (Lidl)
  • Lätta Extra Fit (Penny)
  • Fladenbrot
  • Wraps (Rewe)
  • Haferflocken fein & kernig
  • Schmelzflocken (Rewe)
  • Magerquark
  • Naturjoghurt 0,1% Fett
  • körniger Frischkäse light (der vom Aldi ist am leckersten)
  • Griechischer Joghurt 2% Fett (Lidl)
  • Arla Skyr Natur (Penny)
  • Creme leicht mit Kräutern (Aldi)
  • Schmand
  • Saure Sahne
  • Schafskäse light
  • Mozzarella light (Große und kleine Kugeln)
  • Leichter Reibekäse
  • magere Schinkenwürfel
  • Hähnchenbrustfilet/Innenfilet/Minutenschnitzel
  • King Prawns Aldi (Ganze Packung 1 SP)
  • Kap Seehecht Filets (Aldi /der einzige TK Fisch der mir schmeckt)
  • Gefrorene und frische Kräuter (Besonders Schnittlauch brauche ich IMMER im Haus)
  • Frisches Gemüse ( Salat,Tomaten,Gurken,Lauchzwiebeln,Kartoffeln,Zwiebeln,Zucchini,Champignons,Weißkohl,Kohlrabi,Möhren je nach Saison)
  • TK Gemüse (Ich hole immer Bohnen,Kaisergemüse,Brokkoli,Blattspinat und Rosenkohl)
  • TK Beeren
  • Frisches Obst je nach Saison
  • Avocado (...ganz wichtig!)
  • Eier
  • fettarme Milch (ich nehme laktosefreie mit 1,5% Fett)
  • Mandel Drink (Lidl)
  • Passierte Tomaten
  • Gestückelte Tomaten (Konserve)
  • Mais (Konserve)
  • Thunfisch (Konserve)
  • Kidney Bohnen (Konserve)
  • Olivenöl / Rapsöl / Kokosöl
  • Saure Sandwichgurkenscheiben (Penny)
  • Parboiled Reis (Aldi)
  • Dinkellocken & Dinkel Spirelli (Penny Naturgut)
  • Corny Free (2 - 3 SP je nach Sorte)
  • Nestlé Pirulo Watermelon Eis (Penny / 3 SP)
  • Nüsse
  • Mandeln (5 Stk. 1 SP)
  • reis-fit Risbellis (Edeka / 4 Stück 1 SP)
  • Puddingpulver Vanille
  • Tee
  • Wasser
  • Schwipp schwapp Lemon light
  • Nestea Pfirsich Light

Im großen und ganzen sind das die Lebensmittel die ich gerne immer im Haus habe.

Ich hoffe ich konnte euch damit weiterhelfen und etwas für euren nächsten Einkauf inspirieren.

Wie ihr seht halten sich die Snacks ziemlich in Grenzen,denn ich versuche sie in Grenzen zu halten! ;)

Punktefreundliche Süßigkeiten zu finden ist ziemlich schwierig geworden,aber das ist auch ganz gut so,dazu habe ich mich ja in meinem WW - Blogpost schonmal geäußert.

Und wenn ich mir mal etwas gönne,dann richtig :)

Je weniger ungesunde Lebensmittel man im Haus hat umso weniger sündigt man. ;)

 

Viel Spaß beim shoppen,

 

Eure Jana <3

 

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"Game of #healthylifestyle" - Das Lied von Erfolg und Versagen

Ähnlich wie in meiner Lieblingsserie "Game of Thrones" empfinde ich manchmal im echten Leben dieses "Streben nach dem Thron" - in diesem Fall ist der Thron aber die persönliche optische Bestleistung.

Irgendwie ist es ein ewiges hin und her zwischen eiserner Disziplin,sich selbst bescheißen und dem Gefühl von persönlichem Versagen.

Zumindest ist es in meinem Fall so,ich kann natürlich nur von mir sprechen,aber ich denke es geht vielen anderen genauso.

Während meinem Weg,auf dem ich mich immernoch befinde und wahrscheinlich immer befinden werde,mein angefuttertes Gewicht wieder loszuwerden,ist mir besonders eines bewusst geworden : Hinterher ist man immer schlauer!

Abgedroschener Spruch ... ich weiß...

Aber ihr kennt sicher auch alle das Sprichwort : Ich wünschte ich wäre noch so schlank,wie als ich dachte ich wäre dick.

Das trifft einfach den Nagel auf den Kopf.

Nie zufrieden sein - wird oft als weibliches Grundproblem abgestempelt,ich hingegen würde es eher als menschlich bezeichnen.

Der Mensch bekommt den Hals eigentlich nie voll - er will immer reicher sein,glücklicher sein,erfolgreicher sein und immer besser aussehen.

Bis zu einem gewissen Maße finde ich diese Eigenschaft gar nicht mal so verkehrt,da ich der Meinung bin man sollte nicht aufhören an sich zu arbeiten,sich weiter zu entwickeln und das beste aus sich heraus zu holen.

Schwierig wird es nur dann,wenn man fanatisch und verbissen wird.

Denn genauso wie immer mehr zu wollen,neigen wir dazu uns selbst wahnsinnig unter Druck zu setzen.

Der größte Stress ist ja bekanntlich der den man sich selbst macht.

Noch so ein abgedroschener Spruch ...

Doch oft ist genau das kontraproduktiv und ehe man sich versieht steckt man in einem Teufelskreis fest der einen auf kurz oder lang sehr unglücklich machen wird.

Besonders was das heutige Schönheitsideal betrifft,das streben nach der vermeintlich perfekten Optik,ist "Druck" ein großes Thema.

Man wird indirekt von außen unter Druck gesetzt,weil man das Gefühl hat dass das Thema Sport und Ernährung noch nie so groß war.

Die sozialen Medien sind voll damit,jede Zeitschrift hat die perfekte Diät auf der Titelseite,im Fernsehen jagt eine "Mach dich krass" - Werbung die nächste ... es gibt kein entkommen.

Auch hier gibt es wie immer negative und positive Seiten,sowas kann motivieren,FALLS du dafür empfänglich bist.

Es kann dich aus deinem Tief herausholen,bewirken dass du dein Leben änderst und Lebensqualität zurück bekommst.

Es kann dich aber auch nur noch tiefer in dein Loch hineindrücken,in dem du vielleicht schon länger sitzt und dich selbst bemitleidest,überzeugt davon dass du niemals glücklich mit dir selbst werden kannst.

 

An dieser Stelle möchte ich kurz einwerfen : Falls du dich gerade angesprochen gefühlt hast,das ist Quatsch!Ich saß auch in diesem Loch und jeder,auch DU,kann dort wieder herauskommen!Du hast es selbst in der Hand,es ist nie zu spät um glücklich zu sein.Du hast nur dieses eine Leben,pack es an! :)

 

Wie ihr wisst habe ich 43 kg abgenommen und in dieser Zeit bin ich durch so viele verschiedene "Gefühls-Phasen" gegangen,dass es fast schon schwierig ist das in Worte zu fassen.

Es ist wie eine Achterbahnfahrt durch Berge und Täler voller eiserner Disziplin,Höhenflügen,"YOLO - Anfällen",sich selbst verarschen und immer wieder neuen Erkenntnissen über sich selbst.

In den Phasen der eisernen Disziplin hätte mich NICHTS und NIEMAND von meinem Weg abgebracht,was ich mir vorgenommen habe,habe ich eiskalt durchgezogen ohne Ausnahme.

Ich erinnere mich an eine Situation während meiner No Carb - Phase (nicht empfehlenswert!) ,als wir zum grillen bei meinem Papa eingeladen waren.

Er hatte eine neue Sorte Chips entdeckt die er furchtbar lecker fand und wollte unbedingt dass ich sie probiere.

Ich hab mich irgendwann breit schlagen lassen an einem Chip zu lecken um die Gewürze zu schmecken,aber um keinen Preis der Welt hätte ich ihn gegessen.

Höhenflüge hatte ich in Form von "Wooow ich hab so viel geschafft,so viel über Ernährung gelernt,ich kann dieses berühmte "inituitive essen" jetzt auch und brauche keine Hilfe mehr." ... schön wärs.

Wenn ich von YOLO Anfällen spreche, dann meine ich diese immer wiederkehrenden Phasen,die meist auf sehr disziplinierte Phasen folgen,in denen man sich sagt : "Ich brauche mal eine Pause - ich muss mir mal etwas gönnen - ich darf nicht vergessen zu leben und das Leben auch mal zu genießen".

Diese Phasen finde ich im übrigen sehr wichtig,aber leider entgleiten sie mir zu oft.

Im "sich selbst verarschen" bin ich Meister denke ich.

Beispielweise während Weight Watchers nur die vernünftigen Lebensmittel in´s Tagebuch einzutragen und den ganzen Süßkram den ich mir im Laufe des Tages zwischen die Kiemen schiebe komplett auszublenden,frei nach dem Motto "Was ich mir nicht aufschreibe,habe ich auch nicht gegessen".Gar kein Thema für mich.

Sich so etwas selbst einzugestehen gehört im übrigen auch zu den persönlichen Erkenntnissen,die ich über mich selbst gewonnen habe.

Die größte Erkenntnis für mich persönlich ist allerdings dass es NICHTS,wirklich NICHTS bringt sich selbst so unglaublich unter Druck zu setzen.

Leistungsdruck ist zwar ein Push für den Erfolg,aber langfristig erfolgreich zu sein ist viel wichtiger und das funktioniert nur wenn man ein Tempo an den Tag legt,was man selbst auch halten kann.

Es gab Zeiten da bin ich trotz 3 Kindern,Job,Haushalt,Pferd und 2 Hunden, 5 mal die Woche in´s Gym gegangen.

"Restdays" einzuhalten fiel mir sehr schwer,ich bin dann oft "wenigstens" joggen gegangen.

Und wenn ich es zeitlich doch nicht hinbekommen habe meinen Trainingsplan einzuhalten war meine Laune im Keller und ich hatte das Gefühl versagt zu haben.

Natürlich habe ich in dieser Zeit krasse Fortschritte gemacht,ich bin sportlich an meine Grenzen gegangen und es hat mich stolz gemacht,dass ich als eigentlich komplett unsportlicher Mensch überhaupt zu so etwas fähig bin.

Aber in der Form hätte ich das niemals dauerhaft durchziehen können.

Ich habe gelernt dass Sport Spaß macht und mir gut tut,dass er mir dabei hilft meine Ziele zu erreichen,aber dass es auch vollkommen ok ist wenn ich es mal nicht schaffe oder ich keine Lust habe.

Dass ich nicht jeden Tag vom Stepper snappen muss um allen zu zeigen "hey guck mal wieviel Sport ich mache",sondern dass ich das für MICH tue und für niemanden sonst.

Es ist ähnlich wie mit der Ernährung.

Diese etlichen "Crash Diäten" und "Low Calorie Ernährungsprogramme" bringen schnellen kurzfristigen Erfolg,aber langfristig bringen sie dir NICHTS.

Du lernst nicht wie du dich im Alltag vernünftig und gesund ernähren kannst und wirst auf kurz oder lang in alte Muster zurückfallen.

Ich habe letztes Jahr,als ich so viel Sport gemacht habe ,4 kg weniger gewogen als im Moment.

Mein Körper war aber durch den vielen Sport natürlich ganz anders geformt.

Ich hatte meine persönliche Bestform der letzten 15 Jahre würde ich sagen.

Und was hab ich getan?

Ich war chronisch unzufrieden und wollte immer mehr,bzw. in diesem Fall weniger.

Heute sehe ich Bilder aus dieser Zeit und denke mir: "Wie doof bist du eigentlich?" und "Wie gerne würde ich jetzt wieder so aussehen."

Und somit komme ich zu einer weiteren Erkenntnis auf meinem Weg : Man sollte immer stolz darauf sein,was man schon geschafft hat.

Sich das zu erlauben bedeutet nicht gleichzeitig dass man aufhört an sich zu arbeiten.

Die Sache entspannter und nicht ganz so verbissen anzugehen, verschafft persönliche Ausgeglichenheit und die wiederum hilft einem dabei langfristig disziplinierter zu sein.

Einen guten Mittelweg zu finden ist nicht leicht,aber meiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg!

 

Eure Jana <3

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Denise (Sonntag, 05 März 2017 12:56)

    So wahr!!
    Es ist gut dass mal jemand genau die Gedanken ausspricht und nicht versucht den Schein zu waren. Schön zu hören dass es auch anderen so geht!! Da kommt direkt die Motivation zurück :)


Nadine´s JGA

Ich denke man kann an meinem Gesicht auf diesem Bild besser erkennen,wie überrascht,glücklich und geehrt ich mich gefühlt habe,als meine liebe Freundin Nadine mich gefragt hat,ob ich ihre Trauzeugin werden möchte,als jegliche Wörter hier beschreiben könnten. ;)

Für mich sind Nadine und ihr Björn das perfekte Paar und ich hätte mir keine Ehe vorstellen können,die ich mit mehr Überzeugung bezeugen könnte,als diese! <3

Deshalb wollte ich unbedingt einen etwas ausführlicheren Blogeintrag über den dann folgenden Junggesellinnenabschied schreiben,denn das war denke ich für uns alle,und natürlich hoffentlich in erster Linie für Nadine,ein wirklich unvergesslicher Tag.

Als mir kurz nach ihrer Frage bewusst wurde,dass ich nun quasi indirekt mit der Organisation eines Junggesellinnenabschied beauftragt wurde,ging mir wortwörtlich der Arsch auf Grundeis! :D

Ich hatte bis Dato weder an einem teilgenommen,noch einen organisiert und stand erstmal vor einem riesen Haufen Fragen.

Gott sei Dank hatte ich meine super tollen Mädels an meiner Seite,die mich mit Rat und Tat unterstützt haben bei der Umsetzung unserer Ideen.

Ich konzentrierte mich auf mein Bauchgefühl,auf die Tatsache dass ich denke,Nadine ziemlich gut zu kennen und dass es nicht wichtig ist,ein riesen Tamtam aufzufahren,sondern die Braut glücklich zu machen und so nahm das ganze langsam Formen an.

Gott sei Dank,denn wie sich dann herausstellte blieb uns wesentlich weniger Zeit als ursprünglich angenommen.

Die spontanste Freundin der Welt entschied sich nämlich plötzlich dazu doch schon im November standesamtlich zu heiraten und so blieben uns nur noch wenige Wochen. ;)

Unglaublicherweise fanden wir recht schnell einen Termin,an dem alle,die dabei sein sollten,auch konnten und dann wurde klar,was eigentlich das größte Problem werden sollte : Die Geheimnskrämerei! #hilfe

Wenn du mit deiner Freundin,mit der du eigentlich über alles sprichst,über das Thema was dich in dem Moment am meisten beschäftigt, nicht sprechen kannst,ist das schon Bockmist genug.

Aber wenn deine Freundin dann auch noch die weibliche Version von Sherlock Holmes ist,ist es die Hölle!

Von "auf die Tränendrüse drücken" über " schmollen" bis hin zu "Erpressungsversuchen dem armen Bräutigam gegenüber" war glaube ich alles mit dabei! :D ;)

Aber wir blieben stark...

Und auch wenn sie es vermutet hat,glaube ich dass die Überraschung uns ganz gut gelungen ist,als es dann am 01.10.2016 endlich soweit war.

Unter dem Vorwand zu Kaffee und Kuchen zu kommen (nein,das ist nichts außergewöhnliches,wir tun sowas regelmäßig weil wir lieben Kuchen!! :)) wurde sie am Mittag von ihrem Herzmann zu mir befördert wo sich natürlich bereits alle "Eistüten" eingefunden hatten.

Denn unter anderem wegen der Liebe zu Kuchen war genau dies unser Motto :

                                                                                 

                                                                                           "Candy Girls"

 

Mit pinken Tütüs,selbst gestalteten T-Shirts mit einer Schrift aus Süßigkeiten und dem Spruch "Nadines JGA ... ich glaube ich war dabei" und Eistüten auf dem Kopf waren wir Girls mottogerecht gestylt.

Nadine sollte als Braut natürlich herausstechen und bekam daher ihre Lieblingsfarbe Türkis ,mit weißem Tütü und Cupcake auf dem Kopf.

Zum anbeißen ... :)

Sie wurde also kurzerhand in ihr Outfit gesteckt,aufgehübscht und dann wurde erstmal vogeglüht mit Hugo und Bellini.

Gestärkt haben wir uns ebenfalls mottogetreu mit Prosecco Cupcakes in Türkis von Jessica und den ultimativen Oreo Pralinen von Chantal.

Die Mädels sahen alle wunderschön aus,waren bestens gelaunt und ich war einfach happy dass alle da waren und sich den Weg aus ganz Deutschland gemacht haben um diesen besonderen Tag mit Nadine zu verbingen!

Erwähnte ich schon wie toll die Mädels sind? <3

 

 

Ohne eine Ahnung wo es hingeht,zog Nadine mit uns von dannen...Erstmal nur runter bis zu Hauptstraße ;)

Denn dort warteten bereits mein Mann und der zukünftige Bräutigam mit dem Partybus auf uns.

Hier hat es sich als äußerst praktisch erwiesen,dass mein Mann und ich in einem Reiseunternehmen arbeiten ... wir dachten wir nehmen die XXL Limo ;)

Begleitet von 90er Musik,laut gröhlend und singend fuhr der Partybus mit uns 12 Hühnern im Gepäck also los Richtung Köln.

Hier wartete nämlich unsere erste Station auf uns : ESSEN!

Wir haben wirklich lange überlegt was das richtige ist.

Sushi oder Burger,Schick oder Leger ... und ziemlich kurzfristigwurde dann entschieden : Warum eigentlich entscheiden?

An diesem Wochenende war "Food Festival" in Köln und da sollte für jeden Geschmack etwas mit dabei sein!

Auf dem "Jack in the Box" Gelände haben die Männer uns dann sicher abgesetzt und sich nun auch verabschiedet.

Wir haben das Food Festival gestürmt und uns voran "geraupt" :D

Ganz schöne Reizüberflutung sag ich euch.

Man ist viel zu schnell satt wie ich finde ...

Überall sah man kleine Grüppchen pinke Tütü´s an den Ständen stehen und vor sich hin mümmeln.

Mein persönliches Highlight war frittiertes Sushi,aber auch der Käse Burrito war ziemlich gut!

wie man sieht ...

Mit einer guten Grundlage waren wir nun also "ready to Party"!

Es sollte allerdings nicht bei Köln bleiben,da hatte ich mich bewusst gegen entschieden,da Nadine ja ein echtes "kölsche Mädsche" ist und die Stadt wie ihre Westentasche kennt.

Daher habe ich mich für meinen eigenen Heimvorteil entschieden : Für Düsseldorf.

Ich habe dieser Stadt zwar nicht ohne Grund den Rücken gekehrt,aber an der längsten Theke der Welt lässt es sich nach wie vor gut feiern! :)

Von Köln nach Düsseldorf zu kommen ist EIGENTLICH relativ unproblematisch,daher dachte ich man könne "mal schnell" mit der Bahn rüber fahren.

Tja ... was wäre so ein Abend ohne Pannen oder ? ;)

Wir haben die Reise genutzt um unseren zusammen gesammelten Krempel an den Mann zu bringen und Süßigkeiten,Gebackenes,Spielzeug,Scherzartikel und Alkohol verkauft.

Und nach einigen verpassten Zügen und defekten Ticketautomaten,einer kleinen Rundreise über Neuss und der unvergessenen Situation,als ich das große Los zog ,dezent betrunken gemeinsam mit der Schaffnerin den Ticketpreis für alle 12 Mädels auszurechnen,das Geld von jeder einzelnen einzusammeln und mir einfach das ganze Kleingeld runter gefallen ist und durchs Abteil rollte,kamen wir doch tatsächlich pünktlich in der Düsseldorfer Altstadt an! #yeah :D

Pünktlich zu meiner Verabredung mit Abu,unserem Tour Guide für den folgenden Abend.

Gebucht haben wir nämlich die "Pub Crawl Tour Düsseldorf" und das war wirklich die beste Entscheidung überhaupt!Nicht nur dass wir durch ihn unproblematischen und kostenfreien Eintritt und Begrüßungsgetränk in 6 Läden ohne Warterei o.ä. erhalten haben,er hat uns den ganzen Abend mit Shots aus seinem "Zauberrucksack" :D versorgt,hat unseren Wäschekorb mit dem ganzen Krempel getragen,den Inhalt fleißig verkauft,mit uns Party gemacht,auf uns aufgepasst und hatte die ganze Zeit mega Laune,obwohl er teilweise echt Schwierigkeiten hatte unseren Hühnerhaufen zu bändigen!

An dieser Stelle also nochmal ein dickes fettes DANKESCHÖN an Abu und Eric von Pub Crawl für die gelungene Organisation!Ihr seid toll! <3

Solltet ihr mal einen Junggesellenabschied organisieren müssen kann ich euch diese Jungs nur ans Herz legen.

 

 http://www.pubcrawl-duesseldorf.com/kneipentouren-duesseldorf/junggesellenabschied-duesseldorf/

 

Für mich war das der Punkt an dem jede Menge Anspannung von mir abgefallen ist und ich war echt froh die Verantwortung nun quasi abgeben zu können und selbst richtig zu feiern! #abendvollste

Von Cocktails trinken in der "Bar Hollywood",ging es in den "Hühnerstall" auf ein Bier bei typisch Düsseldorfer Atmosphäre, um danach im "Buena Vista" zu Salsa Rythmen zu tanzen.

Und nach einem kurzen Abstecher nach Malle an den "Ballermann 6" hatten wir wahrscheinlich den meisten Spaß in der "Kurzen 7" auf der 90er Jahre Party und sind ganz am Ende im "Papagayo" zu RnB versackt.

 

Als es Zeit wurde in´s Bett zu kommen ;) habe ich meinen Mann angerufen,der sich inklusive Partybus sofort auf den Weg gemacht hat um uns abzuholen.

Die Wartezeit haben wir genutzt um noch schnell die beste Pizza der Welt zu essen bei "Lupo".

Wer mal in der Düsseldorfer Altstadt ist sollte unbedingt eine Pizza von Lupo essen,es gibt KEINE bessere!

Fotoqualität war zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr möglich ... ;)

Auf dem Weg zu mir nach Hause, wo wir den Abend mit einer Pyjamaparty ausklingen lassen wollten,habe ich bereits im Bus tief und fest geschlafen und ich glaube einige andere auch.

Zuhause angekommen bin ich geradeaus durch ins Bett gelaufen wo die liebe Steffi mich wenigstens noch meines Tütü´s entledigt hat :D

Und an dieser Stelle bin ich mit der Berichterstattung raus ;)

Ich fand,es war ein toller Tag und ich habe beim Bilder und Videos gucken heute eine Gänsehaut nach der nächsten bekommen.

(Ich wünschte ich könnte hier Snapchat - Stories einfügen :D)

Und auch der nächste Morgen,an dem wir alle erst in meinem Bett und dann auf der Couch den Abend nochmal Revue passieren lassen haben,bevor eine Eistüte nach der anderen wieder Richtung Heimat abgereist ist,war einfach schön!

Die Hauptsache aber ist ,dass die Braut zufrieden war ,die mittlerweile ja bereits glücklich verheiratet ist und ihr erstes Baby erwartet! <3

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Kommentare: 6
  • #1

    Chantal (Donnerstag, 02 März 2017 15:03)

    Ooooh Jana das hast du unglaublich toll geschrieben � Kann es nicht oft genung sagen
    Und deine Organisation war einfach super, ich glaube besser hätte Nadine sich ihren JGA nicht vorstellen können ��� 1000
    Dank für den tollen Abend �

  • #2

    Abo (Donnerstag, 02 März 2017 15:46)

    Mit euch war der beste Abend ever, da habe ich selber mega Spaß gehabt.
    Gerne wieder wir vermissen euch alle schon, herzlich Glückwunsch und viele Grüße an allen, hab euch alle alle lieb�
    Abo

  • #3

    Mia (Donnerstag, 02 März 2017 15:59)

    Vermisse euch so!

  • #4

    Jessica (Donnerstag, 02 März 2017 16:48)

    Wie schön du das geschrieben hast � Legendärer Abend , es hätte nicht besser sein können �❤�❤�

  • #5

    Ariela (Donnerstag, 02 März 2017 17:53)

    Es war so so sooooooo ein unfassbar schöner Tag/Abend/Nacht, mit den tollsten neuen Freundschaften, dem besten Tour-Guide und der glücklichsten Braut. Du hast das so mega organisiert, was wirklich nicht einfach war, wenn man einfach mal in ganz Deutschland verteilt ist.

    Liebe ❤️

  • #6

    Mine (Donnerstag, 02 März 2017 22:08)

    DU bist eine echt tolle Freundin sowas macht nixht jeder :) eure snap storys waren super hahsh


    Ich mag deine blogposts weiter so :)


Instagram - Mehr Schein als sein ?

Das Thema was ich heute ansprechen möchte betrifft sicher nicht nur Instagram sondern das komplette Netz,aber Instagram lebt natürlich hauptsächlich von Bildern und hier fällt es mir besonders in der letzten Zeit immer wieder auf - Thema Bildbearbeitung!

Vorweg : Ich rede nicht davon schöne Filter auf seine Bilder zu legen,die Helligkeit oder den Kontrast zu optimieren oder so etwas in der Richtung.

Sondern ich rede davon dass immer mehr - besonders große - Accounts, bzw. deren Besitzer sich bis zur Unkenntlichkeit und vor allem "Unfömigkeit" bearbeiten.

Da werden mehrere Kilos weggeschummelt,Brüste hinzugemogelt,Poren sind gar nicht mehr vorhanden,Cellulitis einfach weggeklickt.

Zeitgleich werden aber Hashtags gesetzt a la #bodylove , #loveyourlines und #fürmehrrealitätaufinstagram.

Unter diese Bilder werden Texte geschrieben in denen geheuchelt wird man stünde zu seinem Körper,diese Aufnahmen sind ganz spontan entstanden und waren überhaupt nicht geplant,dass es wichtig ist man selbst zu sein.

Und wenn dann aufmerksame Follower ihre ehrliche und völlig berechtigte Kritik in Form von Kommentaren unter dieses Bild setzen,wird in den meisten Fällen der Kommentar sofort gelöscht und besagter User blockiert.

Damit auch bloß die perfekte Scheinwelt erhalten bleibt ...

Das schlimmste an all dem ist,dass es sich hier nicht um übergewichtige Mädels handelt die sich für ihren Körper schämen, sondern meistens um sowieso schon sehr dünne trainierte Fitnessmädels.

Da haben Schränke im Hintergrund plötzlich Kanten,Balken sind verbogen (und das nicht nur vom lügen),Gliedmaßen sind einfach verschwunden oder sehen nicht mehr aus wie Gliedmaßen,aber Hauptsache man sieht dünn aus.

Da werden nicht nur falsche Bilder von den Personen an sich dargestellt,sondern vor allem völlig falsche Werte vermittelt!Und genau das ist mein Problem!

Ich als Mutter von zwei vorpubertären Mädchen finde es extrem grenzwertig den ganzen jungen Mädels zu vermitteln,dass nur dünn zu sein richtig ist!

Meistens liegt aber der Großteil deren Zielgruppe genau in diesem kritischen Alter,wo man nacheifert,noch nicht genau weiß wo man steht,mitten in der Entwicklung und sowieso schon voller Selbstzweifel ist.

Und statt die Reichweite die man hat auszunutzen,genau diesen jungen Frauen zu zeigen dass wir alle nur menschlich sind und niemand von uns perfekt ist,dass auch Kurven schön sein können und andere Dinge im Leben viel wichtiger sind,dass es vollkommen ausreicht an sich zu arbeiten,man sich dabei aber nicht verbiegen muss ... stattdessen gehen diese teilweise gestandenen Frauen hin und zeigen ihre gefakeden Körper in ihren gefakeden Scheinwelten und behaupten dann noch es wäre nicht so.

Es ist völlig normal,dass jeder sich von seiner besten Seite zeigen möchte.Das tue ich auch.

Ich mache auch 8364839 Bilder und wenn ich Glück habe gefällt mir eines davon ... Aber wenn nicht,lade ich es einfach nicht hoch!

Ich würde niemals auf die Idee kommen auch noch Geld für Apps auszugeben,mit denen ich mich zu einem Menschen bearbeiten kann,der ich gar nicht bin!

Und dann werde ich im nächsten Supermarkt erkannt und muss dann irgendwo im Netz lesen "Sie ist ja in echt viel dicker" ? Oder "Ihre Brüste sind viel kleiner" ? Ich würde im Erdboden versinken vor Scham ...

Gott sei Dank gibt es immer wieder aufmerksame User die diese furchtbar schlecht bearbeiteten Bilder aufdecken,Collagen hochladen mit dem echten und dem gefakeden Bild und diese verbreiten.

Ich feiere jeden einzelnen von ihnen,denn die Mädchen müssen wissen dass diese vermeintlich perfekten Frauen nur in einer App entstanden sind und im echten Leben Fehler und Makel haben,wie jeder einzelne von uns.

Und genau deswegen war es mir ein Bedürfnis zu diesem Thema einen Blogpost zu verfassen.

Jeder den ich damit erreiche und dem ich vielleicht sogar vermitteln kann dass es ok ist man selbst zu sein,ist ein Erfolg für mich!

Das Bild über diesem Blogpost gefällt mir auch nicht zu 100% , aber es zeigt zu 100% MICH ;) Und deswegen zeige ich es euch ...

 

"Cause you´re beautiful ... just the way you are!"

 (Bruno Mars hat IMMER Recht)

 

Eure Jana <3

 

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Die Macht der Gedanken ...

Manchmal schaue ich in den Spiegel und frage mich : " Wer bist du eigentlich?"...

Man funktioniert Tag für Tag wie es von einem erwartet wird,hat seine Abläufe die fast im Schlaf funktionieren.

Man versorgt die Kinder,geht zur Arbeit,schmeißt den Haushalt und versucht nebenbei sich selbst nicht ganz zu vergessen und eigenen Interessen nachzukommen.Das ist es also? Das Leben?

Tolle Reisen,ein schickes Auto und schöne Klamotten sind dann quasi "Leckerlies",die das ganze für den Moment aufhübschen,damit nicht zu viel Langeweile aufkommt.

Und dann,irgendwann,ist all das einfach wieder vorbei.Das war es also ... unser Leben.

Eine Hand voll Menschen trauern nun und Millionen wussten nicht mal dass man existiert.

Manchmal laufe ich durch die Straßen und sehe mir die Menschen an,die mir entgegen kommen.Dann frage ich mich : " Was ist wohl bei dem gerade los?Ist er glücklich?Meint das Schicksal es gut mit ihm?Ist er gerade genauso beschäftigt mit sich selbst wie ich?" .Und dann wird mir bewusst dass mein Leben,was mich von Tag zu Tag beschäftigt eigentlich furchtbar mickrig ist,wenn man bedenkt wieviele andere "Leben" auf dieser Welt "herumlaufen", dann komme ich mir vor wie eine Ameise,die jederzeit zertreten werden kann.Das ist ein bedrückendes Gefühl irgendwie ...

Ich bin ein sehr sensibler nachdenklicher Mensch.Leider...

Ich mache mir über alles Gedanken ,zu viele Gedanken!Und manchmal hab ich selber Angst mich darin zu verlieren.

Ich neige dazu mich in alles hinein zu steigern,alles zu dramatisieren.

Wenn ich krank bin oder es mir nicht gut geht,denke ich ,ich muss bald sterben.Wenn ich gerade besonders glücklich bin,kommen Gedanken auf a la "Du wirst bald auf den Boden der Tatsachen zurück geholt,niemand ist immer nur glücklich.Bald wird sicher etwas schlechtes passieren!"

So ist man gefangen im eigenen Gedankenkarussell und macht sich das Leben unnötig schwer.Das schwierigste ist aber sich selbst da wieder raus zu holen und sich nicht komplett darin zu verlieren.

Ich habe, Anfang 20 ,lange mit Panikattacken zu tun gehabt.Seitdem habe ich gute und ich habe schlechte Zeiten.

Man merkt es mir nicht an,aber meine Gedanken fahren Achterbahn.Im Sommer geht es mir meistens blendend,ich bin ein absolutes Sonnenkind.Im Januar falle ich oft wie in eine Art Loch,genauso zu Beginn des Herbst.

Seit ich 30 bin ist es noch schlimmer geworden.Ich bin ein ängstlicher Mensch geworden.Ich habe Angst vorm älter werden,vor schlimmen Krankheiten,im Auto vor Unfällen und ich habe unfassbar große Angst dass meinen Kindern etwas passiert.

Der Januar ist statistisch der Monat mit der höchsten Selbstmordrate.Das lässt darauf schließen dass es nicht nur mir so geht.

Versteht mich nicht falsch,ich habe noch nie mit solchen Gedanken gespielt!

Aber hier kommen wir zum eigentlich Punkt : Wo hören alltägliche Probleme auf und wo fangen Depressionen eigentlich an?

Ich kann nur von mir sprechen,ich rede nicht wirklich darüber.Mit fast niemandem.Es fällt mir leichter einen Blogpost darüber zu schreiben,den hunderte Menschen lesen können,statt gezielt mit jemandem darüber zu sprechen.

Warum?Weil es schwierig ist in Worte zu fassen.Weil es ein stückweit unangenehm ist.Weil es immernoch eine Art Tabuthema ist.Selbst für Mediziner!

Als ich damals meine Panikattacken hatte,musste ich 4 verschiedene Ärzte aufsuchen,bis ich einen gefunden hatte der mich Ernst genommen hat.

Für Menschen,die damit nichts zu tun haben,ist es aber auch schwer nachzuvollziehen.

Uns wird immer gesagt "Lebe jeden Tag als wäre es dein letzter,verschwende deine Zeit nicht mit schlechten Gedanken,du kannst am Schicksal eh nichts ändern!" ... Leichter gesagt,als getan. ;)

Ich habe gelernt auch mit diesen schlechten Gedanken umzugehen,das klappt mal mehr und mal weniger.

Was mir dabei am meisten geholfen hat,ist das Wissen damit nicht alleine zu sein!

Wir alle leben in dieser ach so perfekten Schweinwelt.Besonders bei Instagram wird man überhäuft von wunderschönen,sportlichen Menschen,die ständig reisen und unfassbar glücklich erscheinen.

Aber ich würde WETTEN,dass jeder von diesen scheinbar perfekten Menschen manchmal furchtbar unglücklich ist,es nur nicht zugibt oder darüber spricht.

Deswegen war es mir ein Anliegen auch einfach mal auszusprechen,dass im Leben nicht immer alles rosarot mit Glitzer drauf ist.Wir sind alle nur Menschen und mit unseren Sorgen und Problemen nicht alleine!

Sich das bewusst zu machen,gibt Mut und es ist auch keine Schande sich Hilfe zu holen.Sei es in Form von "sich der besten Freundin zu öffnen" oder auch dem Besuch beim Psychologen.Sich Dinge von der Seele zu sprechen ist der Schlüssel zum glücklich sein,sei es in einer Beziehung oder Freundschaft oder dem persönlichen Seelenheil.Schweigen macht niemanden auf Dauer glücklich.Nur dann kann man in den Spiegel schauen und sagen "Das bin ich!Mit all meinen Ecken und Kanten ... aber 100% ICH!"

 

 

Eure Jana <3

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Kommentare: 2
  • #1

    Jessica (Dienstag, 07 Februar 2017 19:21)

    Du machst die Welt für viele Menschen so viel schöner ❤
    Du bist was ganz besonderes �
    Ich lieb dich

  • #2

    Jess (Dienstag, 07 Februar 2017 21:23)

    Sehr sehr gut geschrieben! Ich war selbst kurz davor in eine Depression zu verfallen, niemandem außer meinem Mann ist es aufgefallen. Der Grund war die Geburt unserer Tochter! Ich war so glücklich und hatte eine wunderbare Schwangerschaft und malte mir ganz genau diesen besonderen Moment der Geburt aus, und dann kam alles anders. Ich war allein, es war hektisch, ich war verwirrt und stand unter Schock... Notkaiserschnitt! Mein kleines Mädchen war um den Mund schon ganz blau und ihre Händen waren es auch, sie ist gesund aber ich hatte das Gefühl versagt zu haben und dieses Gefühl blieb! Wie du schon geschrieben hast, das beste ist sich jemanden anzuvertrauen und das habe ich getan, und mir ging es besser, immer besser.
    Danke für diesen tollen Blogpost!


Meine Abnehmgeschichte

Ja ... wo fange ich da bloß an? Wahrscheinlich am besten in meiner Kindheit.So lange ich denken kann,war ich immer "dick"... mal mehr mal weniger,aber das gehörte schon immer zu mir.

Nach der Scheidung meiner Eltern wurde es natürlich nicht besser.Meine Mama war plötzlich allein erziehend,musste Vollzeit arbeiten gehen um uns zu ernähren und ich musste ganz plötzlich ziemlich selbstständig werden.Dazu gehörte natürlich auch das "zubereiten" meines Essens.

Ich aß entweder das was da war,das konnte auch einfach mal purer Speck von der Schwarte sein,oder ich kaufte Fertigfraß oder Fast Food.Am Wochenende hat meiner Mutter dann immer gekocht.Ich liebe meine Mama,sie hat mich vieles gelehrt,aber gesunde Ernährung sicher nicht.Sie kochte immer typisch deutsch/gutbürgerlich - Fleisch,Kartoffeln,Soße.

Gemüse meist schwimmend in weißer Soße ;-)

Natürlich absolut lecker,keine Frage,aber völlig unkontrolliert.Ohne irgendwie darüber nachzudenken übernahm ich diese Art zu kochen als ich mit meinem Mann zusammen zog.Allerdings nun sogar täglich,denn so war er es von Zuhause gewohnt und wollte das auch gern weiterhin so haben.

Sport war für mich,bis auf das reiten,immer ein Fremdwort.Selbst Spaziergänge waren für mich furchtbar.Ich fand sie unnötig ...

Ich wurde schwanger und begann noch unkontrollierter und noch größere Mengen zu essen.Ich nahm 25 kg zu in dieser Schwangerschaft.

Klar war mir bewusst dass ich übergewichtig war,wohl habe ich mich auch nicht wirklich gefühlt,aber ich hab das einfach versucht auszublenden und weitergemacht wie gehabt.Mein Fokus lag auf meiner kleinen jungen Familie und ich nahm das als mein Schicksal hin.

Ich wurde das zweite mal Schwanger und legte nochmal eine Schippe drauf,kaum zu glauben,dass das noch möglich war.In meiner zweiten Schwangerschaft nahm ich 30 kg zu ...

Dadurch erreichte ich mein Höchstgewicht von unglaublichen 127 kg.Ich war geschockt und das erste Mal wurde mir wirklich bewusst,es muss etwas passieren.

Damals meldete ich mich das erste Mal bei Weight Watchers an.Das war der erste Schritt in die richtige Richtung.Ich begann etwas über Ernährung zu lernen.Dinge wie z.B., dass Fruchtsaft unglaublich viel Zucker und somit Kalorien hat.Ich hatte ihn vorher Literweise getrunken weil ich dachte die Vitamine seien sicher gut für mich.Das ist nur eines von vielen Beispielen,die heute für mich selbstverständlich sind,die ich damals aber einfach nicht wusste.Ich hatte gelernt den Pfannenboden mit Öl zu bedecken,nun kochte ich plötzlich mit 1 TL Pflanzenöl.

Ich nahm fast 30 kg ab und fühlte mich viel wohler in meiner Haut.

Daraufhin begann eine Zeit in meinem Leben in der ich viel mit mir selbst bzw mit meinem Privatleben beschäftigt war.Ein Umzug,neue Freunde,ein neuer Job ... all das nahm mich so ein dass das Thema Ernährung nur noch eine nebensächliche Rolle spielte.In dieser Zeit nahm ich mal ab,mal zu ,wieder ab und immer mehr zu ...

Dann wurde ich das dritte mal schwanger.Sofort war mir klar diesmal eskaliere ich nicht komplett.Ich riss mich zusammen und nahm knapp 10 kg zu,was vollkommen ok und im Normbereich war.

Wäre das nach der Geburt nur so geblieben ...

Ich bin leider ein Mensch der Essen eigentlich nur anschauen braucht und schon zunimmt.Es hat lange gedauert und manchmal mag ich es auch immernoch nicht wahrhaben,dass ich IMMER ,mein Leben lang,aufpassen werden müsse was ich esse.Ich werde nie an den Punkt kommen,an dem ich mit meiner Figur vollkommen zufrieden bin und essen kann worauf ich Lust habe.

Damals fehlte mir aber vor allem die Bewegung.Sport war immernoch kein großes Thema,ich machte zumindest täglich meine Spaziergänge mit dem Hund und fing irgendwann an Zumba und Yoga auf der Wii zu machen.

Ich probierte hier und da kleinere Diäten,FDH,Trennkost,Kohlsuppendiät ... ihr kennt den ganzen Mist! ;-)

Dann kam meine "Low Carb" bzw. "No Carb" Zeit.Ich hatte keine Ahnung,was ich da tat,aber machte alles falsch was man nur falsch machen kann.Ich verlor nicht nur Gewicht,sondern auch jede Menge Haare und im Zuge einer Not OP meine Gallenblase.Alles gängige Nebenwirkungen während einer kohlenhydratlosen Diät,wie ich im Nachhinein erfuhr.

Irgendwann machte ich mir einen Instagram Account und dort ging der absolute Fitness Hype ab.

Ich lernte Leute kennen die sich mit Ernährung auskannten,deren Lebensinhalt förmlich aus Sport bestand.Ich fand diesen Hype toll und ließ mich davon anstecken.Ich sog alles auf wie ein Schwamm was ich über Ernährung erfahren konnte und nicht lange danach meldete ich mich im Fitness Studio an.NIEMALS hätte ich das geglaubt,hätte mir das nur ein Jahr vorher jemand erzählt.Noch viel weniger hätte ich es geglaubt dass ich den Sport regelrecht lieben würde.Ich war teilweise 5 mal die Woche im Gym,begann zu laufen,Home Workouts zu machen.

Nebenher stellte ich meine Ernährung um,das erste mal fing ich an Kalorien zu tracken.Ich probierte mich aus,im Sport und in der Ernährung und versuchte einen Weg zu finden wie beides am besten miteinander harmoniert.Von LCHF (diesmal in einer vernünftigeren Version),über Live it.Lift it, HCLF und wieder zurück zum tracken war alles dabei.Aber so erreichte ich im Frühling 2016 meine bisherige Bestform,die ihr auch auf meinen Nachher-Bildern sehen könnt.

Im zweiten Halbjahr fuhr ich das Sportprogramm wieder etwas runter,ich brauchte dringend eine Pause.Ich neige dazu mich wahnsinnig unter Druck zu setzen und komme schnell an den Punkt wo ich denke ich habe versagt. Dann hatte ich wieder eine Phase wo ich meinte ich müsste mich belohnen für all das was ich geschafft habe und das Leben auch mal genießen.Wie bereits erwähnt,werde ich NIE an den Punkt kommen wo ich das einfach so tun kann ;-) Zumindest nicht ohne Konsequenzen.Ein paar Kilos sind wieder drauf,die ich hauptsächlich der Weihnachtszeit 2016/2017 zu verdanken habe,aber meine Form ist natürlich komplett anders als zu der Zeit in der ich so viel Sport gemacht habe.

Ich habe zum Ende des Jahres überlegt wie es weitergehen soll mit mir.Das tracken ist wirklich erfolgreich in meinem Fall aber sehr aufwendig und erfordert viel Disziplin.Außerdem empfand ich es oft als sehr einseitig.Von den meisten Ernährungsprogrammen halte ich nichts,da sie fast immer irgendeine Form von Mangelernährung und/oder viel zu hohe Kaloriendefizite mit sich bringen.Zu wenig Kohlenhydrate sind keine Option mehr für mich,zu viele sind aber für mein momentanes Sportpensum auch keine Maßnahme.Also entschied ich mich dahin zurück zu gehen,womit ich den größten Erfolg bisher hatte - zu Weight Watchers.

Das passe ich mir dementsprechend an meine Tagesform an.Grundsätzlich sowieso sehr eiweißreich,an Tagen wo ich Sport treibe mehr Kohlenhydrate als an anderen für die nötige Energie,Abends wiederum versuche ich weitesgehend auf sie zu verzichten.Das aktuelle Smart Points System harmoniert wunderbar mit dieser Einstellung (dazu kommt aber wie versprochen noch ein seperater Blogeintrag) und ich bin gespannt was ich dieses Jahr erreichen kann.

Sportlich mache ich diverse Workouts und laufe,lege den Fokus aber auf Cardio weil ich jetzt erstmal ein paar Kilos loswerden möchte,bevor ich wieder richtig mit dem Kraftsport starte um zu definieren.

Ich muss aber dazu sagen,dass mein Bewegungs-Pensum heute Welten davon entfernt ist wie es vor ein paar Jahren war.Ich liege kaum einen Tag unter 20.000 Schritten,ich laufe mit meinen Hunden,fahre viel Fahrrad,habe die tägliche Stallarbeit,bin in meinem Job immer viel in Bewegung und treibe zusätzlich Sport.Manchmal denke ich,ich müsste eigentlich gertenschlank sein ;-) Aber zum einen liebe ich das Essen einfach und zum anderen glaube ich,dass ich durch dieses ewige auf und ab meinen Stoffwechsel schon ganz schön strapaziert habe.

Ich bin noch lange nicht am Ziel,aber stolz darauf was ich geschafft habe bisher und dass ich dieses Übergewicht nicht als mein Schicksal hingenommen und mich weiter gehen lassen habe!Und das solltet ihr auch nicht tun.Wenn du das hier liest und denkst "bei mir funktioniert es eh nicht " ... DOCH,das tut es!Du kannst das auch und es ist nie zu spät dafür dieses riesen Stück Lebensqualität zurück zu gewinnen,man hat nur dieses eine Leben ...

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Chiara (Montag, 30 Januar 2017 22:10)

    Super toller Eintrag, wirklich so schön und vor allem ehrlich geschrieben! Ich habe auch schon so viele Diäten usw. hinter mir, aber an allem bin ich irgendwie gescheitert, oder konnte es auf Dauer nicht halten. Auch ich entschied mich Anfang Januar dafür mit Weight Watchers anzufangen und muss sagen, dass ich bisher wirklich total überzeugt bin. Ich bin froh mich für diesen Schritt entschieden zu haben und es ist toll zu wissen, dass es auch andere Menschen gibt, die mit genau dem gleichen "Schicksal" zu kämpfen haben.

  • #2

    Saskia (Dienstag, 31 Januar 2017 12:14)

    Oh mein Gott �Du bist eine riesen Inspiration für mich ��. Du kannst richtig stolz auf dich sein. Mach weiter so��!

  • #3

    Jess (Dienstag, 31 Januar 2017 13:34)

    Du kannst wirklich stolz darauf sein was du bis jetzt erreicht hast! Ich kenne diese auf und abs, manchmal sehr frustrierend aber das wichtigste ist es, wie du schon sagtest, niemals aufzugeben! Wünsche dir noch viel Erfolg! LG


Weight Watchers ... Der richtige Weg ?

Ich werde im Moment ganz oft gefragt ob ich mit Weight Watchers zufrieden bin,wie genau das ganze funktioniert,ob ich denke dass es der richtige Weg zum abnehmen ist und vor allem ob ich damit erfolgreich bin.

Deshalb kommt hier jetzt mal mein Standpunkt zum Abnehmprogramm "Weight Watchers" :)

"Wie funktioniert das ganze?"

Weight Watchers,was ich im folgenden jetzt mal WW nennen werde ,ist eigentlich nur eine für den Verbraucher vereinfachte Form des Kalorien zählens.

Wer schonmal Kalorien gezählt hat,weiß wie aufwendig das ganze ist und wieviel Disziplin es erfordert.Jedes Lebensmittel muss gewogen und ausgerechnet werden,sei es nur ein Salatblatt.Zwar gibt es auch hier App´s die das ganze etwas vereinfachen und "Tagebücher" mit integrierten Lebensmittellisten bereit stellen,damit man das ganze nicht mehr anhand irgendwelcher Formeln errechnen muss,so wie früher.Aber aufwendig bleibt die zählerei trotzdem...

Bei WW zählt man keine Kalorien,sondern Punkte.Genauer gesagt aktuell "Smartpoints".

WW arbeiten natürlich dauerhaft weiter an ihrem Konzept und somit hat sich das Programm in den letzten Jahren immer wieder verändert.Es gab z.B. Flex Points und Pro Points oder die beliebten Sattmacher und aktuell sind es eben Smartpoints.

Ihr könnt WW entweder online machen : Das bedeutet ihr bekommt die App dazu und macht das ganze in kompletter Eigenregie.

Oder ihr könnt auch an Treffen teilnehmen ,wo ihr Leidensgenossen ;) treffen könnt und auch gewogen werdet.

Da ich noch nie an Treffen teilgenommen habe,kann ich hierzu sonst nichts sagen.

Wenn ihr euch für das Onlineprogramm anmeldet müsst ihr abgesehen von euren persönlichen Daten auch angeben wie groß ihr seid,wieviel ihr wiegt,ob ihr stillt und neuerdings auch einen kleinen Fragebogen ausfüllen zum Thema Bewegung.Heißt : Wieviel Sport treibt ihr bereits,verbringt ihr euren Alltag eher stehen oder sitzend und so weiter.

Aus diesen Angaben wird dann eure tägliche Pointszahl errechnet.Ich habe zur Zeit 31 Punkte.

Zusätzlich zu eurer täglichen Pointszahl bekommt ihr ein Wochenextra von 42 Punkten.Das könnt ihr entweder auf jeden Tag verteilen,so dass ihr täglich mehr Punkte zur Verfügung habt,für Restaurantbesuche oder Feiern verwenden oder gar nicht in Anspruch nehmen.Hier muss man für sich selbst schauen mit was man am besten klar kommt.

Ich tendiere dazu es entweder gar nicht zu nutzen oder für besondere Anlässe auszugeben.

Das Onlineprogramm wird wie gesagt über die App absolviert,die ihr euch nach erfolgreicher Anmeldung herunterladen könnt und dann geht es los.

Ihr habt in der App ein sogenanntes Tagesbuch,wo ihr unterteilt in "Frühstück", "Mittagessen","Abendessen" und "Snacks" das was ihr gegessen habt,bzw. im Idealfall das was ihr noch essen wollt,damit es bei der Pointsangabe keine bösen Überraschungen gibt ;) (schon so oft gehabt) eintragen müsst.

Zwar muss man auch hier öfter mal Lebensmittel abwiegen,aber meist sind auch Einheiten wie EL , TL , Scheiben , Stück etc. vorhanden,was das ganze unheimlich vereinfacht.

Die Lebensmittellisten bei WW sind unglaublich gut ausgearbeitet!Fast alle gängigen Lebensmittel von sämtlichen Supermärkten,Marken und auch Restaurantketten sind hier enthalten.

Solltet ihr einmal etwas nicht finden,habt aber die Nährwerttabelle zur Hand,gibt es einen integrierten Calculator mit dem ihr den Pointswert selbst errechnen könnt.Hierbei wird dann auch offensichtlich wie sich auch allgemein die Pointswerte eines Lebensmittels ergeben : Aus den Kalorien,den gesättigten Fettsäuren,dem Zuckergehalt und dem Eiweißgehalt.

Je höher der Eiweißgehalt und je niedriger der Zuckergehalt umso niedriger ist auch der Pointswert.

Ein Barcode Scanner ist ebenfalls vorhanden.Hier könnt ihr eure Lebensmittel schnell einscannen und habt sofort den Pointswert zur Hand,was ich besonders beim einkaufen als sehr praktisch empfinde.

Ebenfalls eine sehr wichtige Sparte sind die ActivPoints.

Jeder Nutzer bekommt eine wöchentliche Anzahl ActivPoints die er erreichen sollte.Ihr könnt hier vom spazieren gehen,über Hausarbeit bis hin zum Sport alles eintragen und bekommt je nach Dauer und Intensität eine bestimmte Anzahl ActivPoints gut geschrieben die euch eurem Ziel immer Näher bringt.

Das fühlt sich an wie eine kleine Challenge und motiviert zum bewegen.Auch hier könnt ihr eigene Aktivitäten errechnen falls eure in der vorhandenen Liste nicht vorhanden ist.

Außerdem findet ihr viele tolle Rezepte und eine Community in der ihr euch austauschen könnt,Tipps und Tricks und natürlich euren Gewichtsverlauf in der App.

Einmal die Woche ist Wiegetag.Wann der ist, entscheidet ihr selbst.Wichtig ist ,sich am besten immer um die gleiche Uhrzeit mit der selben Kleidung zu wiegen. Also am besten nackt,morgens nach der Toilette ... ;)

Das Gewicht wird dann in der App eingegeben und je nachdem wie viel ihr bereits abgenommen habt, wird eure Pointszahl dann automatisch angepasst. So viel zum Grundprinzip :)

"Ist das der richtige Weg zum abnehmen?"

Ich denke ja! Ich bin zwar der Meinung dass jeder den für sich richtigen Weg herausfinden muss , aber Weight Watchers spricht die große Bandbreite an.

Ob "sehr Schwergewichtig und Couchpotato" oder "nur ein paar Kilo die weg müssen und trotzdem sportlich",das Programm ist für alle geeignet.

Besonders das neue Smartpoints Programm ,was den Benutzer mehr oder weniger dazu zwingt sehr Proteinreich und fettarm zu essen und dabei möglichst nur gute Kohlenhydrate zu sich zu nehmen,finde ich sehr gut.

Ich weiß dass viele Weight Watchers Mitglieder,die schon seid Jahren dabei sind auf das neue Programm schimpfen,weil die Pointswerte für Süßigkeiten und schlechte Kohlenhydrate so extrem angestiegen sind und argumentieren damit,dass das Programm ja früher auch funktioniert habe,aber ich sehe das so : Das Programm muss nicht nur funktionieren,es soll dir beibringen wie du den Rest deines Lebens deine Ernährung gestalten sollst und musst,um nicht wieder in alte Muster zu verfallen!

Und auch wenn das kaum einer hören möchte,aber Süßigkeiten gehören NICHT auf den täglichen Speiseplan.Sie gehören zum Leben dazu aber sollten immer etwas besonderes bleiben.

Bei älteren Programmen neigten viele Dazu jeden Tag bis zu 10 Punkte in Naschereien zu investieren und haben dann halt an den Hauptmahlzeiten gespart.Und das sollte nicht Sinn und Zweck der Sache sein.

Ein großer großer Vorteil zum Kalorien zählen ist meiner Meinung nach ,dass die meisten Obst und Gemüsesorten keine Punkte haben.So hat man die Möglichkeit den Hunger auf Süß auszugleichen.

Auch wenn ich hier erwähnen möchte,dass ich nicht dazu raten würde 10 Bananen am Tag zu essen.Abgesehen davon dass man wahrscheinlich lange auf der Toilette sitzen würde ;) darf man nicht vergessen dass eine Banane im Schnitt rund 100 bis 120 Kalorien hat.Esst ihr 10 davon habt ihr die Kalorien zusammen,die ihr bei manch anderen Abnehmprogrammen am ganzen Tag essen dürft! ;)

Das Programm drängt einen also quasi dazu ,das richtige in den richtigen Mengen zu essen um satt zu werden und mit den Punkten klar zu kommen.

Kombiniert man das ganze mit ausreichend trinken und viel Bewegung ist es eigentlich eine Gelinggarantie.

Nicht umsonst ist es das Weltweit bekannteste und erfolgreichste Abnehmprogramm überhaupt und in meinen Augen das einzige Vernünftige.Weil ihr hier eben nicht mit riesen Defiziten,Mangelernährungen oder einem für den Anfänger kaum zu bewältigendem Sportprogramm klarkommen müsst.

Und für ca 15€ monatlich absolut bezahlbar,abgesehen davon gibt man so viel Geld für Mist aus,dass das Geld für die eigene Gesundheit es einem erst Recht wert sein sollte. :)

"Hast du Erfolg damit?"

Wie ich euch in meiner Abnehmgeschichte schon berichtet habe,habe ich bereits einmal 30 kg mit Weight Watchers abgenommen.Seid Januar bin ich wieder dabei und habe im ersten Monat knapp 4 kg verloren.Das ist in einem absolut gutem und gesunden Bereich.

Grundsätzlich geht es meistens, wenn man ganz frisch anfängt, etwas schneller und die letzten Kilos sind die schwersten. ;)

Das alles ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung!Ich bekomme nichts dafür ,außer dass ich im besten Falle irgendeinem unter euch damit weiterhelfen konnte. :)

Falls trotzdem noch Fragen offen sind,könnt ihr mir sie natürlich gerne jederzeit stellen.

Mein Fazit ist und bleibt : Weight Watchers würde ich jedem sofort empfehlen! :)

 

Knutscher,Eure Jana <3

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